Aufstockung der Frauenquote und Nahtod-Erfahrungen… Hungrig durchs südliche Muldental!

Ursprünglich waren ja nun eigentlich 70 Minuten das Landesklasse-Spiel in Colditz geplant und dann noch eine Halbzeit Kreispokal in Bad Lausick. Die Parthenstädter bekam heute allerdings weiblichen Beistand und dieser brachte nun noch für 13 Uhr eine Damen-Kreisliga-Partie in Bad Lausick ins Spiel. Prinzipiell stand diesem Spiel auch nichts im Wege und da dieses ebenfalls auf dem Nebenplatz angesetzt war (welcher mir noch fehlt) einigten wir uns darauf. Die schnelle Suche nach etwas zu Essen in Bad Lausick war an diesem Sonntag-Mittag zum Scheitern verurteilt und so ging es mit leerem Magen zum Stadion am Bad. Es folgte (für mich) die nächste kleinere Enttäuschung. Gespielt wurde auf dem Hauptplatz, der mir aus einem legendären Oktober-Spiel noch gut in Erinnerung geblieben ist. Weder Kogen, noch ich konnten also einen neuen Ground kreuzen, aber so konnte zumindest der Frauenfußball-Anteil der mittlerweile 176 Spiele bei mir gehoben werden – auf genau 1,3% (2 Spiele) – traurig aber wahr. Da gibt es dringend Nachholbedarf!

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Stadion am Bad in Bad Lausick
Erstmal mussten meine Begleitung und ich warten. Johannes konnte heute nicht durch Pünktlichkeit glänzen und erreichte fast 10 Minuten nach Anpfiff den Sportplatz. Respekt – schlimmer als ich. Zu sehen gab es nach seiner Ankunft nun auch für ihn FC Bad Lausick gegen den FSV Kitzscher. Die erste Halbzeit bot wenig spannendes, weshalb die Gespräche schnell Richtung andere wichtige Spiele und Themen rund um den Fußball abtriffteten, was bei unserem Gast sicherlich für ungebändigte Begeisterung sorgte 😀  Viel passiert war in Halbzeit 1 dann nicht und so ist hier eigentlich nur der zweite Ball im Spiel zu erwähnen, den die sich erwärmenden Gäste ohne Sinn und Verstand ins Spiel beförderten. Die zweite Halbzeit wurde wesentlich interessanter – wenn auch etwas einseitig. Der Knoten war beim Favoriten aus der Kurstadt geplatzt und der Keeperin der Gäste flogen die Bälle nur so um den Kopf. Am Ende stand ein klares und verdientes 6-0 für die Heimelf. Wir verließen dann relativ schnell das Stadion und fuhren rüber nach Hausdorf bei Colditz.

Die zweite Halbzeit des Landesklasse-Spiels zwischen dem HFC Colditz und Hartenfels Torgau stand auf dem Plan. Auch hier waren die Rollen eigentlich klar verteilt. Die Elbestädter im tiefen Abstiegssumpf und der Gastgeber von der Zwickauer Mulde im vorderen Teil der Tabelle – was sollte hier schon spannendes passieren? Denkste! Zur Halbzeit führten die Gäste mit 1-0. Mit dem Anpfiff ging es direkt richtig los – hartes Spiel, gefrustete Spieler und eine unfassbar motivierte Pöbelfraktion hinter uns. Gespräche waren fast nicht mehr möglich. Das konnte ja was werden. Colditz drängte auf den Ausgleich, Torgau kontert und geht völlig überraschend in Führung. Die Nerven auf der Heimseite lagen natürlich blank, der Schiri hatte Mühe den Durchblick zu wahren und auch Johannes bekam es mit der Angst zu tun – ja, er hat eine regelrechte Nahtod-Erfahrung gemacht – als nur noch ein Zaun mit viel Mühe gerade so sein Gebiss vor einem wütend geklärtem Ball retten konnte. Colditz drückte weiter und machte das klar bessere Spiel. Allerdings wurden einige Chancen sinnlos verballert, bis das Anschlusstor erzielt werden konnte. Dann verweigerte der Referee noch einen klaren Elfmeter für den HFC, was die Pöbelfraktion zum völligen ausrasten brachte. Der Ausgleich zog nach einer kleinen Tätlichkeit gegen den Gästekeeper eine Rudelbildung mit einigen Karten nach sich. Torgau war mit den Kräften am Ende und so legte Colditz noch zwei Dinger drauf. Nach vielen weiteren Unsportlichkeiten, flog dann auch auf jeder Seite je ein Spieler vom Platz – natürlich laut stark kommentiert vom Pöbel hinter uns. Torgau kam nochmal ran und so sprintete in der Nachspielzeit der Torgauer Keeper mit nach vorne, was wir aufgrund seines Körpervolumens weder verstanden, noch irgendetwas einbrachte. Am Ende steht ein 4-3 für Colditz mit insgesamt 8 Gelben Karten (davon zwei Gelb-Rote) allein in Halbzeit 2 und da blieb vieles noch ungeahndet. Was für eine Aufregung. Meine Begleitung und ich waren währenddessen sehr hungrig geworden, während der Johannes direkt ins Heimatdorf zurück düste. Wir genossen noch einen Döner in Bad Lausick – Sonntag 16:15 Uhr. Da findet man in der Kurstadt dann auch etwas Essbares…

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