Groundhopping nach Regeln oder einfach nur Dorfidylle genießen?

Es ist ein Montagabend, und ich fahre zwei gute alte Bekannte besuchen in Moritzburg. Zufälligerweise hatte der eine Kumpel gerade ein Fußballspiel, was ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Deshalb entschloss ich mich zur zweiten Halbzeit hinzufahren (Halbzeit-Hopping wuhuu).

Pünktlich zum Anpfiff der 2.Halbzeit des Spiels Moritzburg 1 gegen Moritzburg 2 kam ich an und mir schien es kurz, als gäbe es eine Spielunterbrechung, da ich neben dem Platz einparkte und mit meinem Scheinwerfer dem ganzen Platz ausleuchtete. Auf dem Spielfeld gab es schon Verwunderung, dass überhaupt 2 Zuschauer kamen, aber es war laut Kennzeichnen „Der Muldentaler“ ein Freund des Mitspielers.

Nach ein paar Minuten Spiel auf dem Kleinfeld mit dem Flutlicht, welches eher einer Straßenbeleuchtung ähnelt, wurde mein Auto auch schon zur Tribüne umfunktioniert, und so bekam dieser Platz auch noch eine Tribüne.

In Moritzburg wird seid 10 Jahren kein Ligafußball mehr gespielt, sondern eher ein selbstorganisiertes Kicken unter den Studenten der Uni nebenan und den Dorfbewohnern.

Nachdem das Spiel, welches übrigens keinen Schiedsrichter benötigte, 3:2 endete, wurden die Netze selbst abgebaut und anschließend über den Platz wieder nach Hause gefahren.

Fußball muss nicht immer groß, aufregend und schön sein – am besten ist er doch ganz an der Basis, wo aus Spaß an der Freude nicht mal ein Schiri benötigt wird. Leider trotzdem nicht zählbar…

Hinterlasse einen Kommentar

Website bereitgestellt von WordPress.com.

Nach oben ↑