Hansa Rostock – Eintracht Braunschweig (Lübeck-Bericht weiter unten)
Lange bestand der Wunsch Rostock mal zuhause zu beehren. Kurzfristig entschieden wir uns Hansa’s Heimspiel gegen Braunschweig als Ausgangspunkt für ein Urlaubswochenende an der Küste zu nehmen. Das Spiel versprach zumindest für Flo Würze, da ja nicht unbekannt ist, dass die Eintracht unter anderem mit Magdeburg gut kann.



n so einem Wochenende mitten in der Urlaubssaison eine Unterkunft zu finden, gestaltete sich äußerst schwierig und so landeten wir für happige 40€ pro Nacht im Steigenberger Hotel – mit uns die Mannschaft des Braunschweiger Turn- und Sportvereins. Nachdem wie unsere Unterkunft bezogen hatten und uns mit unseren schönsten Hemden in Schale geschmissen hatteb, ging es zur Hansa-Heimspielstätte ins Ostseestadion – nicht ohne sich dabei auf dem Weg nochmal etwas die Innenstadt anzuschauen.



Von der einstigen Hansa-Festung sind immerhin noch die markanten Flutlichtmasten geblieben. In vielen ehemaligen DDR-Oberliga-Hütten ist ja nicht mal davon was übrig geblieben. Sonst ist das 29.000 Zuschauer fassende reine Fußballstadion eher unspektakulär. Bemerkenswert ist nur, dass der Gästeblock direkt neben den Ultras von Hansa platziert ist – getrennt von einem ausgiebigen Pufferbereich.
Nachdem wir uns mit Lebenselexier eingedeckt hatten und kurz überlegt hatten, ob wir bei der Bagaluten-Bande Leuchttürme basteln wollen, nahmen wir unsere Plätze ein und verfolgten etwas den Jugendkick auf den Rasen. Immer eine tolle Sache so jungen Kids eine solche Bühne zu bieten und vor allem die nervigen Eltern, nicht direkt ans Spiel heran zu lassen.



Das Spiel startete mit einer Heim-Choreo zur 800-Jahr-Feier der Stadt Rostock. Wichtige Köpfe der Stadtgeschichte wurden stimmig zu blau-weiß-roten Fähnchen hochgezogen. Dazu kam sofort von der 1.Minute an ein brutaler Support der Hanseaten. Dem FCH macht in der Kategorie Lautstärke kaum einer was vor. Die 1000 mitgereisten Gästefans waren trotzdem zu vernehmen, auch wenn sie klar keine Chance hatten.



Nach der Klatsche in Cottbus musste Hansa punkten und hatte mit dem 2.Liga-Absteiger Braunschweig eine ordentliche Aufgabe. Diese bewältigte man aber souverän. Hansa spielte einen sehr attraktiven Fußball und konnte schnell 2-0 in Führung gehen. Spätestens da war es mit der Eintracht vorbei. Null Körpersprache und Siegeswillen ermöglichten am Ende easy den Heimsieg. Wenn Hansa so weiter spielt, ist da in der Saison noch einiges drin.
Auf den Rängen behielt Hansa mit einigen Ohrwürmern die Übermacht. Trotzdem muss man den Gästen aus Niedersachsen Respekt zollen – trotz Pleite wurde bis zum Schluss eine ordentliche akustische Leistung abgegeben. Sonst passierte nicht allzu viel. Mit einigen Spruchbändern wurden noch Stadionverbotler wieder im Stadion begrüßt.









VfB Lübeck – SSV Jeddeloh II
Eigentlich sollte es Samstag dann nach Greifswald gehen, doch eine Verspätung bei unserer Hafenrundfahrt eröffnete uns schließlich die Option Lübeck. Dort trafen wir etwas verspätet ein und verpassten so das erste Tor des Tages. Auf den Ärger gab es erstmal eine Schinkenwurst – eine äußerst leckere und empfehlenswerte Kreation.



Die Lohmühle in Lübeck ist sicher ein recht sehenswertes Schmuckstück. Ebenfalls als reines Fußballstadion gebaut, fügt sich die neue Haupttribüne gut in die alten Stehtraversen und in die mit Werbung zugepflasterte Tribüne auf der Gegengrade ein. Sehenswert ist auch die aktive Fanszene aus Lübeck, die sicher zum Non-plus-Ultra der Regionalliga Nord gehört. Hier könnte auch gerne mal 3.Liga gespielt werden. Dies ist auch klar das in Lübeck anvisierte Ziel. Nächstes Jahr wird der Verein 100 Jahre alt. Ein Aufstieg soll da endlich drin sein. Allerdings wird die verzwickte Aufstiegs-Übergangssituation da kaum behilflich sein. Lübeck muss in der Aufstiegsrelegation zum Meister aus Bayern – stellt dafür 2019/20 einen direkten Aufsteiger.



Interessant sind auch die Gäste, welche durch den DFB-pokal mittlerweile ein Begriff sind. Bald wird der 1.FC Heidenheim beim SSV Jeddeloh II zu Gast sein. Dabei handelt es sich nicht um die zweite Vertretung des SSV, sondern um den Stadtteil Jeddeloh II. Ganz so kreativ war man der Namensgebung im 19.Jahrhundert nicht.
Zum Spiel. Lübeck spielt einen sehr ansehnlichen Fußball und wird seiner Favoriten-Rolle gerecht. 1368 Zuschauer sehen in der prallen Sonne ein klares 3-0. Dabei hat der VfB noch viel liegen lassen gegen die junge, motivierte Truppe aus Niedersachsen.
Nachdem Spiel gab es noch etwas Sightseeing in Lübeck, bevor es wieder nach Rostock zurück ging. In Warnemünde genossen wir dann noch den Sonnenuntergang, bevor es wieder in die City ging.
Am Sonntag wollten wir vor der Rückfahrt eigentlich nochmal in Warnemünde an der Ostsee baden gehen. Leider fiel dies dann auch wegen einer scheiß Nazi-Demo flach. Nicht mal im Urlaub hat man Ruhe vor der Pest! #Flo



