Spitzenreiter zu Gast im Cladewald

Fern ab von Moralapostel und Co. verurteilen wir Neonazistische Strukturen und Übergriffe. Wir distanzieren uns deutlich von diesen Dullis und bedauern den Zusammenhang zu unserem Heimatverein! 

Während des Spiels kam es bei jedem Ballkontakt eines Naunhofer Führungsspielers zu herben persönlichen Beleidigungen. Anschließende Recherchen sollten die vorherigen Beschuldigungen der Gästefans bestätigen.

SV Naunhof (3:1) Roter Stern Leipzig

07.10.2023 / 14:00 Uhr / 5€

Clade Sportpark / 200 Zuschauer (50 Gäste & 40 Bullen)

Herren / Landesklasse Nord Sachsen

Um den Standards des Sicherheitskonzeps gerecht zu werden, wurde bereits im Vorfeld der Partie der Gästeblock präpariert: Separater Eingang, Bauzäune und Rasen mähen. Stellt sich nur die Frage wofür: Zecken fühlen sich doch in ihrem natürlichen Habitat, hohem Gras, am wohlsten !?

Mit Ankunft am Sportplatz versüßten mir  bereits vor Anpfiff und vor Betritt der Sportstätte die wichtigen Menschen in blau durch Polizeischikane den Besuch des Spiels. 

Mit Einlauf beider Mannschaften zogen die selbsternannten „Oberrangzecken“ eine rot-schwarze Blockfahne hoch. Zusätzlich zierte ein großes „1999“ das Gesamtbild des Gästeblocks. Der Support war über den ganzen Verlauf des Spiels top, vermutlich einzigartig in der Spielklasse.

Ein ausgeglichenes Hin und Her prägte den Großteil der ersten Hälfte. Kaum Chancen und wenn dann mal ein Sonntagsschuss, wodurch Naunhof zwei Mal die Möglichkeit hatte in Führung zu gehen. Der Rote Stern machte mit sehenswerten Passstafetten und mega Abwürfen ihres Schlussmanns, wie Neuer in seiner Prime, Lust auf mehr. Aber wie auch auf der Seite der Gastgeber verpufften jegliche Offensivbewegungen im Nichts. Auffällig zudem, der vermehrte Drang langer Bälle in Richtung Tennisplatz. 

Begleitet von „Amphetamine in der Kabine“ verabschiedeten sich beide Mannschaften nach 45 Minuten torlos in die Umkleiden des Clade Sportparks. Nach Wiederanpfiff und mit fortlaufender Zeit nahm das Topspiel an Härte zu. Nicht zuletzt die Stimmung von den Rängen, sowie die gelbe Karte des „Publikumsliebling“, ließen die Emotionen aufkochen. Der Underdog stellte die Räume gut zu, sodass der Spitzenreiter daran gehindert wurde seiner aktuellen Position in der Liga gerecht zu werden.

Auch an der Seitenlinie stieg die Emotionalität. So katapultierte ein verstolperter Ball den Blutdruck des Heimtrainers ins Dachgeschoss. Ähnlich wie ich bei FIFA, eine ungünstige Situation und sofort wird gewechselt – die arme Sau.

Auch wenn am Zusammenhang mit den folgenden Situationen zu zweifeln ist, irgendwas tat sich auf Seite der Gastgeber. 

Artistisch fischt der Naunhofer Neuner (der schon mal höher gespielt hat) den Ball aus der Luft, lupft ihn über den letzten Verteidiger, und schließt aus knapp 7 Metern rechts unten ab – Ding Dong 1:0. Keine 10 Minuten später klingelt es erneut. Wieder ist es die Nr. 9, welche zielstrebiger als der sich verschätzende gegnerische Hüter zum Ball geht – Doppelpack.

Die Clade eskaliert – es regnet Eicheln.

Die Gäste aus Leipzig wirken überrascht und straucheln defensiv immer mehr, nach vorne geht in der Spielphase nicht viel.

Erneut fliegt eine Kerze auf die Leipziger Abwehr, erneut setzt der Naunhofer Neuner nach (wer auch sonst), lässt den Hüter aussteigen und legt den Ball in den Rückraum, wo die 13 zum 3:0 ein schiebt – mächtig beeindruckend.

Das sollte es aber noch nicht gewesen sein.

Nachdem ein Naunhofer Innenverteidiger mit einer Todesgrätsche, mit zwei Gestreckten und ner ordentlichen Menge Anlauf seinen Gegenspieler verpasst, klingelt’s kurz nach Anstoß und kurz vor Abpfiff im Naunhofer Gehäuse, zum 3:1 Endstand. …sonst wäre wohl der Hubschrauber gelandet. 

Nicht mit der gleichen Intensität, aber ähnlicher Motivation kommt es nach Wiederanpfiff in der Nähe des Gästestrafraums zu einer ähnlichen Aktion. Ein mutwilliges Foul von hinten in die Gräten des schnelleren Nauhofers – klare rote Karte, nur noch 10 Sterne am Firmament. 

Schuss auf den Kunstrasen = 10 Liegestütze

Riesen Kompliment an den Schiedsrichter, welcher trotz brisanter Härte einen völligst diplomatischen Eindruck schuf.

Anschließend tut sich nicht mehr viel. Naunhof bestimmt die Schlussphase und vertrödelt noch 2-3 deutliche Überzahlangriffe. Das Topspiel gegen den Spitzenreiter endet überraschend 3:1, Glückwunsch an die Cladekicker. Anfänglich aggressives Pressing der Gastgeber hätte vermuten lassen, dass in Hälfte zwei die Körner leer sind und die Leipziger Walze los rollt – dem war nicht so.

Gut Kick!

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